1996 – This is the day: Sturm

frei nach William Shakespeare
Konzeption/Bearbeitung: P. Kratz/C. Wolff

Ein Sinnesrausch mit erdigem, schmutzigen Blues

REGIE, BESETZUNG, BÜHNE UNS KOSTÜM
Regie: Christiane Wolff
Bühne: Schönthaler & Bauer
Musik: John King
Besetzung: Gertrud Exner, Matthias Gärtling, Martin Leitzinger, Barbara von Münchhausen, Peter Kratz, Lars Svensen

KONZEPTION
Alles beginnt mit dem Tag X, an dem Prospero, exilierter und auf ein Eiland vertriebener Herzog mit Zauberambitionen, endlich Rache für sich und seine Tochter Miranda nehmen kann. Mit tatkräftiger Unterstützung des Luftgeists Ariel zaubert er einen gewaltigen Sturm herauf, der seine Widersacher von einst auf nämliche Insel verschlägt. Oder ist alles doch nur die Fantasie eines verrückten Greises aus der High Society, der sein Dasein in der Natur-Psychatrie des Cluss-Gartens fristet und an besagtem Tag X Besuch von der verhassten Familie bekommt, die es auf sein Erbe abgesehen hat.

„This is the day: STURM“ konzentrierte die Themen und Beziehungen von Shakespeares Original. So wurde unschuldige Liebe zu einem Sinnesrausch zwischen der  >>Schönen<< und dem >>Biest<<, das Machtspiel der Könige zu einer Ehefarce mit Mordversuch und die einstmals süßlichen Lieder rochen nach erdigem, schmutzigem Blues. Über allem schwebte der Gedanke der Rache, jeder schien davon besessen. Immer dichter verstrickten sich die Figuren in ein packendes Intrigenspiel voller Machtkämpfe.

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PRESSESTIMMEN
„Frisch, frech, fröhlich und sehr frei strapaziert eine kleine, aber feine Anordnung des Shakespearschen Personals die Lachmuskeln, indem sie in Windeseile die wesentlichen Stationen des fünfaktigen Dramas durchläuft.  Der Cluss-Garten erweist sich als ideales Terrain für die gleichermaßen intelligent wie spritzig gemachte Sommerkomödie. Allerdings ist das Ganze nicht ohne Tiefgang. So steht dem Personal das blanke Entsetzen mehr als einmal ins Gesicht geschrieben. Ob Hauen oder Stechen, Tanzen oder Turteln: Alles scheint nur Ersatzhandlung zu sein, die die große Orientierungslosigkeit überdecken soll.“ – Lift –

„Magisch ist dieser Ort ja sowieso, auch ohne Shakespeares Zauberer Prospero. Bäume in wechselnden Grünschattierungen umgeben die intime Freilichtbühne im hochromantischen Cluss-Theatergarten, und von der dunkelgrünen Tiefe des Hintergrunds geht eine geheimnisvolle Sogwirkung aus. Shakespeares imaginäre Insel soll ja Utopie verbildlichen. Der Theatersommer wird dem gerecht und setzt mutig-spielerisch eigene Akzente.“ – Stuttgarter Zeitung –

„Den Machern Peter Kratz und Christiane Wolff ist es wieder gelungen, einen sehr freien, entstaubten Shakespeare zu inszenieren. Dabei scheint es, dass das relativ selten gespielte Stück die Beiden, die von der Übersetzung bis zur Endfassung die ganze Komödie neu erarbeiteten, sehr inspiriert hat. (…) Hier ist eine Komödie zu sehen, die um des Spielens Willen gespielt wird, die unterhält, ohne platt zu werden, die das richtige Maß an Spaß und Lebendigkeit für das wunderbare Ambiente mitbringt und die diesen Theatersommer-Stil sicher weiter perfektioniert hat.“- Bietigheimer Zeitung –

“Ein freches Spiel mit der Liebe und der Fantasie, witzig pointierte Beziehungen zwischen den Figuren, deren Redeweise ein köstliches Gemisch und Zeitjargon ist.“ – LKZ –

ZUSCHAUERZAHLEN
1996:     2.997 Zuschauer
Gesamt: 2.997 Zuschauer

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