2016 – Arsen & Spitzenhäubchen

von Joseph Kesselring

Zwischen Humor, Ironie und Spannung

Inszenierung: Peter Kratz

Kostüme: Laura Yoro
Bühne: Enno Craiss
Mit: Nina Maria Föhr,  Sibille Helfenberger, Marius Hubel, Bernadette Hug, Bernhard Linke

Ein Klassiker des Theatersommers: ARSEN & SPITZENHÄUBCHEN ist das bislang erfolgreichste Stück, das im Clussgarten zu sehen war. Theatersommer-typisch setzte die Bearbeitung vor genau zwanzig Jahren gegenüber Frank Capras Film von 1944 eigene, ebenso frische wie provokante Akzente. Sie verwandelt den Stoff ein tragikomisches Spiel, indem sie ihn geschichtlich anreichert – mit eifrigen, liebenswerten Nazijägerinnen und ihrem charmant gestörten Neffen „Liebling Adolfo“ in den Hauptrollen. Das Stück wurde in der Ludwigsburger Fassung zu einer absurden modernen Farce. Voll mit skurrilem Humor und spielerischen Überraschungen, zeichnet es ein aberwitziges Tableau der Gesellschaft, in der die Grenzen zwischen Normalsein und Irrsinn kaum mehr zu verteidigen sind.  

1-arsen-flach-und-mortimerths-kopie2-arsen-liebling-und-tante-adeleths-kopie3-arsen-mortimer-und-tantenths-kopie4-arsen-rollator-pastor-adele-kopie5-arsen-mortimer-tantenths-kopie6-arsen-buehne-saergeths-kopie

 

Bildvergrößerung: Foto anklicken und über re/li Pfeil weiter

PRESSESTIMMEN

„Die Gratwanderung zwischen Ironie, Selbstironie und Spannung gelingt absolut. (…) Alle Darsteller haben mehrere Rollen, alle meistern sie auf ihre Art, auch wenn die Inszenierung plötzlich die Ebene des Stückes verlässt und kleine Passagen in die Realität hüpfen. Action pur, Jux und Dollerei hat Kratz seinen Mimen verordnet. Mal gleitet das Spiel über in eine Art Sitcom, dann erinnert es wieder an Slapstick, dann hastet es in seinem durchgängig hohen Tempo in durchaus alberne Passagen hinein und wieder hinaus. Das erfordert von den Darstellern ganz andere Qualitäten als bei den Nibelungen. Hier ist Komik gefragt, der Mut zur Übertreibung, manchmal auch das erfolgreiche und dabei nicht peinliche Ausloten des Witzes, bevor er schal wird.“
– Ludwigsburger Kreiszeitung –

„Herausgekommen ist eine moderne Farce, bei der sich die Schauspielerschar austoben darf. Das ist schon ein großer Kunstgriff, der dem Regisseur Peter Kratz in seiner Neuinszenierung gelingt: Unzählige Male schlüpfen seine drei weib- lichen und zwei männlichen Darsteller aus der einen überzeugenden Rolle in die zweite, gar dritte oder vierte.“ – Bietigheimer Zeitung –

„Der All-Zeit-Erfolg mag am tragikomischen Spiel liegen, das in der Ludwigsburger Fassung mit Zeitgeschichte angereichert ist. (…) Skurriler Humor und makaberer Wahnsinn verbinden sich hier zur Kritik am Tableau einer aberwitzigen Gesellschaft.“
– Stuttgarter Nachrichten –

ZUSCHAUERZAHLEN

2016: 3.565 Besucher 

Nächstes Stück

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.