2019 – How to date a feminist

Eine rasante Komödie  

Der Off-Westend Hit aus London
von Samantha Ellis
Deutsch von Silke Pfeiffer
Aufführungsrechte: Rowohlt Verlag GMBH – Theater Verlag –

Inszenierung: Peter Kratz
Bühne: Enno Craiss
Regieassistenz: Ruth Süpple
Kostüm: Penelope Coçar

Mit: Bernadette Hug, Bernhard Linke

Was haben Frauen und Männer gemeinsam? Beide reden liebend gern über „Frauen und Männer“, oft genug geht es dabei heiß her. Aufs Stichwort nämlich läuft im männlichen wie im weiblichen Kopfkino der Thriller „Typisch Mann, typisch Frau“ sowie dessen beliebter Teil 2, „Typisch Beziehung“.

Ein abendfüllendes Thema, voller Emotionen – und voller Rollenbilder, die weitere Emotionen auslösen: Kettenreaktion! Minenfeld! Sind wir wirklich schon bei der Gleichberechtigung angekommen? Viele Frauen sagen nein. So mag der Weg zum guten Miteinander der Geschlechter vorgezeichnet sein, frei von Turbulenzen ist er noch lange nicht. Inmitten der Wirrungen wächst jedoch durchaus Hoffnung …

Die britische Dramatikerin Samantha Ellis hat all dies fein beobachtet und zu rasanten Dialogen verschnürt, die ihren paarig angeordneten Hauptfiguren scharf von der Zunge gehen – und ordentlich unter die Haut. Bis sie hoffentlich herausfinden, was sie wollen: von sich selbst und vom Leben. Samantha Ellis hat sich vor allem als Autorin von Theaterstücken und Hörspielen einen Namen gemacht. Ihr Erfolgsstück How to date a Feminist, in England bereits Kult, hatte erst vor Kurzem Deutschland-Premiere. Im Theatersommer kann es durchstarten!

STORY

Wonder Woman meets Robin Hood: Doch sie steht auf Machos und er auf Gleichberechtigung – und schon beginnen die Dinge, sich zu verwickeln. Als Kate und Steve sich kennenlernen, ist es Liebe auf den ersten Blick.

Aber es ist für beide nicht die erste Liebe. Die selbstbewusste Journalistin Kate hat sich frisch von ihrem Lover-Boss Ross getrennt. Ross ist ein typisches Exemplar der Spezies Mistkerle, ein dominanter Draufgänger. Von seinem Blick fühlt Kate sich ausgezogen, von ihm selbst stark angezogen. Wie nicht anders zu erwarten, ertappt Kate ihren Ross jedoch alsbald inflagranti mit der Praktikantin.

Im Trümmerfeld ihrer persönlichen Enthüllungs-Story ist Steve Balsam für Kates verletzte Seele. Gestört wird seine heilsame Wirkung durch die verflossene Verlobte Carina, denn Steve und sie sind natürlich „Freunde geblieben“.

Mehr noch irritiert Kate das Gravitationsfeld von Steves Mutter: Morag versprüht den spröden Charme der emanzipierten Alt-Frauenrechtlerin. Ihren Sohn hat sie mit eiserner Faust zum mustergültigen Feministen geformt. So ist der nette Steve zwar total rücksichtsvoll, jedoch zum Verzweifeln zaghaft, und er denkt zu viel nach.

Logisch, dass Kate Steve umerziehen will: Mach schon, nimm mich! Auch Steve will Kate umerziehen: Erst fragen, dann lieben! Während die wechselseitige Umerziehung auf Hochtouren läuft, beschließen die beiden zu heiraten. Jetzt überschlagen sich die Ereignisse.

Beim Hochzeitsfest trifft die Aktivistin Morag auf Kates Vater, einen traditionsbewussten Lebemann, geschieden wie sie. Brautvater Joe nähert sich so skandalös wie einvernehmlich der Bräutigamsmutter. Deren Sohn Steve bekommt derweil die Hochzeitspanik und flieht. Kate bleibt konsterniert zurück, und die Ehe ist Vergangenheit, bevor sie richtig begonnen hat.

Nun wittert Carina ihre Chance, Steve zurückzugewinnen. Derweil erobert Ross mit alten Mitteln Kate ein zweites Mal. Easy! Doch nichts ist so, wie es mal war. Wer will wirklich wen? Die Liebe lässt sich kein Gängelband anlegen, schon gar nicht durch brüchige Rollenbilder.

 

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PRESSESTIMMEN

NEUE FACETTEN
„Und einmal mehr hat es Intendant und Regisseur Peter Kratz geschafft, die Zuschauer zu überraschen und dem Theatersommer wieder neue Nuancen und Facetten hinzuzufügen. Das ist weiterhin das Erfolgsrezept für die langjährige Intendanz: Dass es immer wieder gelingt, sich neu  zu erfinden, neue Blickwinkel aufzutun. (…)

Was vom Thema her durchaus boulevardesk sein könnte, wird so zu einem schrägen Kostümstück, das mit viel Fantasie und Kreativität (…) Vergnügen bereitet. Ein wenig trashig, ein wenig abgedreht und doch lebensnah. (…) der Abend wäre nicht so erfolgreich, wenn nicht die beiden Darsteller Bernadette Hug und Bernhard Linke wären. Erst durch ihr ausgereiftes, mitreißendes Spiel wird die Story zu der, die den Zuschauer anspricht. (…) Rampensäue nennt man das im Theaterjargon, von höchster Güte eben.“
– Ludwigsburger Kreizeitung –

DER ABEND MACHT SPASS
„Es gendert mächtig in der Komödie (…) Auf der Bühne reichen als Requisiten ein paar Wände mit dem Titel des Stücks in riesigen Buchstaben (…) Laufend wechseln Hug und Linke Rollen und Kostüme (…) Bernadette Hug mimt wunderbar witzig die höchst gesellschaftskritische Mutter, die mit roten Haaren und kratzigem Wollpulli eine Art Alternativtanz vollführt. (…) macht der Abend Spaß. Das liegt zum einen an der Inszenierung von Peter Kratz mit vielen Regieideen, einer sehr gelungenen Untermalung des Bühnengeschehens mit Popmusik-Ohrwürmern und viel Körpertheater.“
– Stuttgarter Zeitung –

EIN VERGNÜGEN
„…den beiden Akteuren zuzuschauen. Bernhard Linke gießt das Übervorsichtige und leicht Verklemmte Steves in adäquate Bewegungen, und Bernadette Hug, ein Energiebündel, spielt sehr wandlungsfähig Kate, Steves feministische Ex-Freundin Carina und seine friedensbewegte Mutter: Die Frauen sind in diesem Stück die Starken, Hug zeigt das ganz deutlich.“
– Stuttgarter Nachrichten –

VERWILDERTER BEZIEHUNGSGARTEN
„Das Stück lebt von der Frische des Schauspieler-Duos Bernadette Hug und Bernhard Linke. (…) Es gelingt ihnen im verwirrenden Dschungel der Rollenbilder authentisch zu sein. „
– Bietigheimer Zeitung –

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