2016 – Endstation Hoffnung

frei nach Ödön von Horváth

Eine Thematik aktueller denn je…

Inszenierung: Christiane Wolff
Kostüme: Claudia Flasche
Mit: Diana Gantner, Heiner Junghans, Michael Lämmermann, Christina Papst

KONZEPTION
Ödön von Horváth erster Auftritt Im Theatergarten hätte kaum zu einem passender Zeitpunkt erfolgen könnnen, denn:
Mit Horváths Zeit verbindet uns ein Grundgefühl der Verunsicherung, obwohl sich viele Vorzeichen verändert haben. Auch wir sind auf der Suche nach neuen Wertmaßstäben, hoffen auf Veränderung und sehnen uns nach Stabilität. Die Bearbeitung des Theatersommers transportierte Horváths Stück auf sanfte Weise ins Hier und Jetzt.

Die Hauptfigur Elisabeth, mittellos und in elender Lage, plant einen Befreiungsschlag. Ihre erste Idee dafür klingt bestechend: Die eigene Leiche verkaufen, um Geld zum Leben zu haben. Elisabeth lehnt sich gegen die Zumutungen der Gesellschaft und des Daseins auf, sie ringt um Menschlichkeit, Sinn und Nähe. Sie glaubt an die Liebe und gibt die Hoffnung nie auf.
Kaum ein Autor hat die Zerrissenheit des modernen Menschen zwischen Einsamkeit und Sehnsucht, zwischen Liebe, Verzweiflung und Hoffnung so umfassend, dabei so klar und packend einfach dramatisiert wie Horváth. Mehr noch, er hat Leichtigkeit, Komik und das Schreckliche zu etwas Neuem verwoben.
Eine intensive Begegnung mit einem Bühnenklassiker der Moderne – existentiell melancholisch, tief anrührend und zugleich voller absurd erheiternder Momente, oder mit den Worten des Autors: „Mich wundert, dass ich so fröhlich bin … “

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PRESSESTIMMEN
„Ein starkes Stück. Ein starkes Team. Eine starke Leistung. Damit ist eigentlich schon alles gesagt über die Premiere von „Endstation Hoffnung“ alles gesagt über die Schauspieler und ihr fulminantes Darstellungsvermögen. Nun würden ein paar Sätze dem Team des Theatersommers nicht gerecht werden, das mit Horvaths nachempfundenen Drama „Glaube, Liebe Hoffnung“ in die Saison gestartet ist. Dreizehn Figuren verteilen sich auf vier Schauspieler und das geht so fließend schnell, dass die Zuschauer teilweise verdutzt auf den Besetzungszettel schielen. Ein rundes Sommerspektakel, das den Spagat zwischen dem 1932 erschienenen Original und der Aktualität der Thematik mit Bravour meistert.“ – Ludwigsburger Kreiszeitung –

„Wie jedes Jahr liefert das tiefgrüne Blattwerk des Cluss Gartens auch jetzt einen wunderbaren Hintergrund. Man schaut auf einen Laufsteg mit altmodischen Straßenlaternen und ahnt bereits Horvaths Traurigkeit. Stimmig inszeniert Christiane Wolff das Stück als Mixtur aus präzise gestalteten Dialogen, burlesken Kampfszenen, feiner Komik und berührenden, bisweilen zuckersüßen Liedern – Kitsch und Kälte gehören zusammen.“ – Stuttgarter Zeitung –

ZUSCHAUERZAHLEN
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