2015 – Alle 16 Jahre im Sommer

Eine Trilogie der Veränderung
von John von Düffel
Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag

Ob intellektueller Weltenretter, Fußballpatriot oder sexuell aufgeschlossener Libertin – keiner kommt mit seiner Existenz zurecht.

REGIE: Peter Kratz
KOSTÜME: Claudia Flasche
BÜHNE: Enno Craiss
DRAMATURGIE: Lena Fritschle
MIT: Anja Barth, Johanna Emil Fülle, Sibille Helfenberger, Andreas Klaue, Bernhard Linke, Stefan Roschy

KONZEPTION
Nach einem Vierteljahrhundert Spielbetrieb stand mit John von Düffels Tragödie des veränderten Lebens – so der Untertitel – erstmals ein zeitgenössisches Stück auf der Bühne des Theatergartens. Im Spiegel dreier Fußballweltmeristerschaften und entlang der Frage „Wissen wir, warum wir nicht mehr sind wie wir einmal waren?“ entführten Peter Kratz und das, sich von der Hippie-WG zu etablierten bis zerrütteten Familienkonstellationen wandelnde, Ensemble auf einen ebenso pointenprallen wie berührenden episodisch-nostalgischen Trip durch die Jahrzehnte.
Für ein Theater, dessen Leitung sich im Regelfalle fantastisch darauf versteht, selbst als Autoren tätig zu werden und althergebrachte Stoffen im Spiegel der heutigen Zeit einen gänzlich neuen Schliff zu verpassen, ist die Wahl eines zeitgenössischen Stückes ein mutiger Schritt. Doch nach zahlreichen Inszenierungen klassischer Stoffe, mit klarem Fokus auf jenen tragischer Natur, die in seinen zeitgenössischen Bearbeitungen in voller Schlagkraft ihr heutiges Potential zu entfalten wussten; Literatur- und Filmadaptionen, die einer medialen Transferleistung bzw. der Übertragung auf die Gegebenheiten wie Notwendigkeiten einer Bühnensituation bedurften und völlig neue Perspektiven auf vertraute Geschichten warfen, blieb Regisseur Peter Kratz beinahe nur das Feld der Gegenwartsdramatik zur Erweiterung seines inszenatorischen Repertoires. Im Gegensatz zur sonstigen Arbeit galt es nicht, heutige Lösungen zu finden, altbewährtes von einem Medium auf das andere oder in die Gegenwart zu übertragen, sondern einen Stoff umzusetzen der in eben dieser verfasst wie verortet wurde. Ein Experiment, für dessen Resultat nicht nur Presse und Zuschauer, sondern auch Autor John von Düffel höchstpersönlich nur lobende Worte fanden.

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PRESSESTIMMEN
„Ein Stück von heute, das von heutigen Menschen erzählt, das auch Reminenszenen weckt an längst vergangene Zeiten, aus denen so manches Ereignis plötzlich wieder sehr nah sein kann. Ein Stück über das Leben, wie es ist, wie es täglich stattfindet, und ein Stück, das dieses Leben dann doch ganz neu beleuchten kann.“ – LKZ -

„Kratz darf man nicht nur zum Jubiläum gratulieren. Nie artet seine Inszenierung zum plumpen Gagfeuerwerk aus und bricht doch immer wieder humorig den omnipräsenten Ernst sobald dieser zu verkrustend droht.“ – STN -

„Ein fulminanter Start des Ludwigsburger Theatersommers.“ – STZ -

ZUSCHAUERZAHLEN
2015: 2.885 Zuschauer

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